Wechsel an der Spitze der Kreis- SPD

Veröffentlicht am 14.04.2013 in Presseecho

Der neue Vorstand mit Norbert Zeller (li) und Bundestagskandidat Jochen Jehle (re)

(Andrea Fritz/Südkurier) - Nach einem Wahl- Krimi bei der Kreisdelegiertenversammlung der SPD hat es einen Wechsel gegeben: Herausforderer Dieter Stauber setzte sich mit 45 der möglichen 67 Stimmen an die Spitze der Genossen im Bodenseekreis. Amtsinhaber Adnan Sabah erhielt 19 Stimmen.

„Es geht nicht um Adnan Sabah oder Dieter Stauber, es geht um einen fälligen Wechsel in Berlin.“ Mit diesen Wort hatte Versammlungsleiter Norbert Zeller die SPD- Mitglieder am Donnerstagabend in Überlingen zur Geschlossenheit aufgerufen. Die Wahl des Kreisvorsitzenden hatte bereits im Vorfeld der Kreisdelegiertenversammlung für Unruhe und Irritation in der Partei gesorgt, weil beide Kandidaten den Vorsitz anstrebten und den Konkurrenten gern in der Rolle des Stellvertreters gesehen hätten. Zudem hatte der Medienreferent der Presse ein Streitgespräch angeboten, laut Dieter Stauber ohne das Wissen der Kandidaten. „Ich hatte ein Gespräch mit einer großen Persönlichkeit im Ortsverein Friedrichshafen und nachher mit Dieter selber. Man hat mir ein Angebot gemacht, dass ich meine Kandidatur als Kreisvorsitzender zurücknehme und als Stellvertreter seine Leute unterstützen werde. Ich halte dieses Angebot für unmoralisch“, meinte Adnan Sabah. Er hatte sich als Kreisvorsitzender gute Chancen auf einen Beisitzerplatz im Landesverband ausgerechnet hatte. Ihm das Vertrauen zu verweigern und ihn zehn Minuten später zum stellvertretenden Vorsitzenden zu wählen, sei schizophren. Dass er seine Kandidatur für den Kreisvorsitz dennoch nicht zurückgezogen habe, liege daran, dass man ihn in Stuttgart ermuntert habe weiterzumachen. „Wir können weiter streiten, das wäre unser Genickbruch, oder wir können uns endlich die Hand geben, und das wäre in diesem Fall unsere Rettung“, meinte Adnan Sabah weiter. Schließlich gehe es darum, den Bundestagskandidaten Jochen Jehle zu unterstützen. Für ein Amt als Stellvertreter oder Beisitzer kandidierte Sabah nicht. Als stellvertretender Vorsitzender weiterzumachen sei kein Zeichen von Schizophrenie, das habe mit der Akzeptanz von Wahlergebnissen zu tun, konterte Herausforderer Dieter Stauber. „Es geht um ein gutes Miteinander. Kreisvorstandschaft ist Teamarbeit, da braucht es eine ganze Mannschaft, und ich werde das Wahlergebnis akzeptieren, egal wie es aussieht.“ Ein unmoralisches Angebot habe es nicht gegeben. „Ich habe Adnan angerufen und ihn um ein Vier- Augen- Gespräch gebeten. Wenn zwei sich um den Kreisvorsitz bewerben, ist es legitim, sich Gedanken darüber zu machen, ob man es auf eine konkurrierende Situation ankommen lässt oder ob man vielleicht ausloten könnte, dass man zu einem gemeinsamen Verständnis kommt. Das ist nichts Anrüchiges, nichts Unmoralisches und nichts Anstößiges“, meinte Stauber weiter. Ihn befremde, dass sich andere Leute darüber Gedanken machen, ob er sein Zeitbudget noch im Griff habe. Manche zählten die vielen Ämter und Posten Staubers auf, andere Genossen bezeugten seine herausragende Verlässlichkeit. Am Ende wurde Dieter Stauber mit 45 von 67 Delegiertenstimmen zum neuen Vorsitzenden gewählt. Adnan Sabah nahm es sportlich und gratulierte als Erster. Zu Staubers Stellvertretern wurden Sieglinde Roman und Uwe Achilles gewählt. Medienreferent Dietram Hoffmann stellte sich nicht wieder zur Wahl, sein Amt ging an Josef Büchelmeier. Schriftführerin wurde Cosima Honnen. Nur Kassierer Christian Gospodarek wurde im Amt bestätigt, neue Beisitzer sind Leon Hahn, Andreas Kemmer, Holger Krezer, Maximilian Locher, Britta Wagner und Bernd Caesar. Quelle - Text/Foto: http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis- oberschwaben/bodenseekreis/Wechsel- an- der- Spitze- der- Kreis- SPD;art410936,6009101

 

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