Politik in drei Akten

Veröffentlicht am 24.04.2017 in Aktuelles

Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, war am Mittwochnachmittag zu Gast beim Social Club der Jusos Bodenseekreis. Gemeinsam mit der Juso Hochschulgruppe Friedrichshafen sowie dem SPD Ortsverein Friedrichshafen diskutierten die anwesenden Gäste lebhaft über die besondere Beziehung von Medien und Politik.

Wenn Meinungen nicht mehr von Fakten getrennt werden nimmt die Medienberichterstattung laut Juso-Kreisvorsitzendem Andre Weisser eine herausragende Bedeutung in der Gesellschaft ein: "Demokratie braucht informierte Bürgerinnen und Bürger. Die Medien nehmen da eine sehr wichtige Rolle ein. Gerade in Zeiten von Fake-News und alternativen Fakten wollen wir über diese 'vierte Gewalt' und ihre Beziehung zur Politik diskutieren. Deshalb freuen wir uns ganz besonders über den Besuch von Thomas Krüger."

Thomas Krüger ist seit 17 Jahren Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung. Im Theater Atrium des Kulturhaus Caserne legte der gebürtige Berliner dar, welche zentrale Rolle sowohl alte als auch neue Medien in der politischen Bildung einnehmen. Die Bundeszentrale unterstütze neben den eigenen Initiativen auch zahlreiche externe Projekte, um Bürgerinnen und Bürger über aktuelle politische Geschehnisse und Entwicklungen zu informieren, so Krüger.

Aufgrund der hohen Aktualität der Themen gestaltete sich die knapp drei Stunden andauernde Diskussion sehr kurzweilig.

„Fake News gab es schon immer. Aber durch neuentstandene öffentliche Räume im Netz werden tatsächliche Falschmeldungen in sogenannten Filterblasen und Echokammern stetig weiterverbreitet. Fake News nehmen deshalb einen höheren Anteil im Netz ein“, berichtete der Experte.

Medienkompetenz und Quellencheck seien deshalb ein zunehmend wichtiger Bestandteil der politischen Bildung in einer veränderten Medienlandschaft. Scheinbar zunehmende Hetze und verfassungsfeindliche Kommentare müssten darüber hinaus konsequent verfolgt werden.