
Die SPD im Wahlkreis 293 Bodensee hat den Friedrichshafener Leon Hahn zum Direktkandidaten zur Wahl des 21. Deutschen Bundestages gewählt. Der 33-jährige gebürtige Salemer erhielt 100 Prozent der abgegebenen Stimmen. „Der Wahlkreis Bodensee hat so enormes Potenzial, aber viele unserer größten Probleme werden in Berlin nicht wahrgenommen“, erklärte Leon Hahn, der auch SPD-Kreisvorsitzender im Bodenseekreis ist. „Unser Ziel ist, dass der Wahlkreis in Berlin endlich mehr Hör- und Sichtbarkeit hat als bisher“. Für die Bundestagswahl, die voraussichtlich am 23.02. stattfinden wird, haben sich Hahn und sein Team einen engagierten Winterwahlkampf vorgenommen.
Leon Hahn, der zurzeit Unternehmen bei der betrieblichen Altersvorsorge berät, möchte einen Fokus auf die Arbeits-, Sozial- und Wirtschaftspolitik setzen. Gerade im Bodenseeraum wird es in der kommenden Legislatur darauf ankommen, schnell die Wirtschaft zu stabilisieren und Industriearbeitsplätze zu halten. Gerade bei der Transformation zu neuen, klimaschonenden Technologien sei die Politik in der Pflicht, langfristige und verlässliche Rahmenbedingungen zu setzen. „Wir können noch den Schalter umlegen und durch schnelle Verbesserung der Standortfaktoren und eine Entlastung bei Energiepreisen Jobs hier halten“ machte Hahn in seiner Kandidaturrede deutlich. „Wir brauchen dafür aber dringend mehr Investitionen und dürfen unsere Wirtschaft nicht kaputtsparen, während andere Regionen der Welt massiv investieren“, so Hahn. Dabei gehe es nicht um Schulden als Selbstzweck, vielmehr müsste jetzt zielgerichtet in die Verteidigung bestehender Kernindustrien und in Rahmenbedingungen für Zukunftstechnologien gesteckt werden.
In seiner Rede kritisierte Hahn, das Verhalten der demokratischen Oppositionsparteien scharf. „Statt die Bürgerinnen und Bürger jetzt von der kalten Progression zu entlasten, was eigentlich seit Jahren eine Übereinkunft zwischen den Parteien ist, wird das von Union und FDP nun aus wahltaktischen Gründen blockiert. Gerade Menschen mit niedrigerem Einkommen werden das deutlich spüren.“ Auch bräuchten Industrie und Wirtschaft bereits jetzt Antworten darauf, dass ab Januar mit Donald Trump wieder ein Protektionist im Weißen Haus sitzt. „Wir werden alles daransetzen, dass die Menschen am Ende nach Steuern, Miete und Einkauf mehr im Geldbeutel behalten als bisher“, so Leon Hahn. „Wir erwarten, dass die Politik ihren Job macht und nicht Eigennutz vor das Wohl der Menschen stellt“.
Der SPD-Politiker hatte 2021 den Einzug in den Bundestag nur knapp verpasst und sich zuletzt vor allem auf seine beruflichen Aufgaben in der freien Wirtschaft konzentriert. Die wirtschaftliche Lage, die Gefahren für die Demokratie, durch die zunehmende Radikalisierung und zuletzt die absurden politischen Debatten hatten Hahn dazu bewegt, im Oktober seine erneute Bereitschaft zur Bundestagskandidatur zu verkünden. „Mich treibt die enorme Arroganz um, mit der Politiker wie Friedrich Merz auf hart arbeitende Menschen schauen und Politik nur für die oberen 5 Prozent machen, die sie als Leistungsträger empfinden.“, so Hahn bei der Verkündung seiner Kandidatur im Oktober.
Neben dem Bodenseekreis umfasst der Wahlkreis 293 Bodensee, auch die Gemeinden Pfullendorf, Herdwangen-Schönach, Illmensee und Wald aus dem Kreis Sigmaringen. Die SPD freut sich auf einen fairen und inhaltlich starken Wahlkampf am Bodensee.